1. Es gebe Kategorien der niederen Schicht, die in der höheren wiederkehren, aber nicht umgekehrt.
2. Diese Wiederkehr umfasse immer nur einige Kategorien und könne sich auf einige Schichten beschränken, irgendwann abbrechen.
3. Die wiederkehrenden Kategorien wandelten sich, würden vom Charakter der höheren Schicht überformt.
4. Die Eigenart der höheren Schicht bestehe in einem kategorialem Novum, im Auftauchen neuartiger Kategorien. (Vergleichbar mit dem "Ontologischen Mehrwert".)
5. Es gebe keine fließenden Übergänge. Die verschiedenen Seinsschichten seien eindeutig abgrenzbar. (Unterschied zu Alexander.)
Wenn Kategorien niederer Seinsschichten in höheren Seinschichten wiederkehrten, so würde sie vom Charakter der höheren Seinsschicht "überformt". Die Eigenart höherer Seinsschichte bestehe immer in einem kategorialem Novum, im Auftreten neuer Kategorien.
Im Rückblick auf unsere Zeit – je später, desto mehr – wird man auf ein semantisches Leitfossil stoßen. Die Leute in der Zeit zwischen 1990 und 2010 scheinen geradezu besessen gewesen zu sein von dem, was sie das „Netz“ oder das „Netzwerk“ nannten. Man wird sich fragen, warum gerade jene Zeit vom Begriff und von der Metapher des „Netzwerks“ so besessen gewesen ist. Welches Versprechen, welcher Anspruch, welche Illusion und welche Enttäuschung verbargen sich im „Netz“ der damaligen Zeit?
Was wissen wir durch Bilder? Wie vermitteln Bilder Wissen? Was sind die
Grenzen der Darstellbarkeit von Wissen in Bildern? Können Bilder argumentieren?
Die Beiträge des Bandes gehen diesen Problemen nach und fragen
nach dem Status des Bildlichen in den Wissenschaften, der Begründung einer
Diagrammatik, dem Verhältnis zwischen Kunstbild und epistemischem
Bild, nach dem digitalen Bild oder nach Stiltraditionen in Wissenschaftsbildern
am Beispiel von Plänen, Karten, Diagrammen, Klimadarstellungen und vielem mehr.
Insgesamt entstehen so Untersuchungen zu einer »Kritik der ikonischen Vernunft«.
Japanische Forscher haben ein ungewöhnliches Experiment durchgeführt: Sie setzten einen einfachen Schleimpilz auf eine Oberfläche mit Nahrungshäppchen. Die Struktur, die der Organismus daraufhin bei der Nahrungssuche entwickelte, ähnelt dem Netz der Eisenbahn rund um Tokio.
Auch unsere Milchstraße, die etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Andromedagalaxie, die anderen Mitglieder der Lokalen Gruppe und nahegelegene Galaxiengruppen, bilden mit dem Zentrum des Virgo-Galaxienhaufens in 65 Millionen Lichtjahren und dem Zentrum des Coma-Haufens (Abell 1656) und des Leo-Galaxienhaufens (Abell 1367) in etwa 300–450 Millionen Lichtjahren Distanz ein riesiges Filament. Möglicherweise ist auch die Große Mauer Teil dieses Coma-Virgo-Superhaufens. Dieses spinnwebartige Gebilde bewegt sich zur Norma, südlich des Skorpion, in Richtung des Großen Attraktors.
Das Viele erfordert eine Methode, mit der man es wirklich machen kann; kein typographischer Trick, kein lexikalisches Geschick, weder Wortmischung noch -schöpfung, auch nicht syntaktische Kühnheit können sie ersetzen.
Wenn man der Kontinuität des Werdens folgt, befindet man sich in einer Explosion von Ausdifferenzierungen. An die Stelle der Simplizität ("Es muss eine alles erklärende Ur-Formel geben!") wird das Rhizom gestellt: tausend tanzende Plateaus, die durch ihr Tanzen immer mehr Plateaus erzeugen ... eine unstrukturierte und somit ekstatische Dynamik dominiert ...
völlig a-logisch.
Wenn man der Kontinuität des Werdens folgt, befindet man sich in einer Explosion von Ausdifferenzierungen. An die Stelle der Simplizität ("Es muss eine alles erklärende Ur-Formel geben!") wird das Rhizom gestellt: tausend tanzende Plateaus, die durch ihr Tanzen immer mehr Plateaus erzeugen ... eine unstrukturierte und somit ekstatische Dynamik dominiert ...
völlig a-logisch.
Rhizomatische Widerstandsnetzwerke sehe ich als potentielle Keimform einer selbstorganisierten Gesellschaft.
Annette Schlemm geht darüberhinaus davon aus, und den diesbezüglichen Optimismus stelle ich etwas in Frage, daß es innerhalb des Kapitalismus ökonomische Keimformen wie etwa flexibilisierte Arbeitsstrukturen, Tauschringe, selbstverwaltete Betriebe, New Work-Projekte und kooperative Produktion im Internet gibt, die den Kommunismus antizipieren.